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Chronik - das erste Wanderheim
Wirtschaftskrise und 2. Weltkrieg
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Wirtschaftskrise und 2. Weltkrieg

Bedauerliche Auseinandersetzungen, hervorgerufen durch die politische Zerrissenheit des Deutschen Volkes machten auch der Ortsgruppe Lahr schwer zu schaffen. Unser Ehrenmitglied Richard Christmann erinnerte sich noch daran, dass bei seinem Eintritt die Wirtschaftskrise die Mitglieder zwang, ihre Wanderungen in die nächste Nähe von Lahr zu verlegen. So bemühte man sich, in der Umgebung der Burgruine Geroldseck, einen Wanderstützpunkt zu finden. Ein Leibgedinghaus wurde gepachtet und wohnlich eingerichtet. Dann kam das Verbot.

Politischer Wahn zerschlug die N.F.-Bewegung. Auch der Ortsgruppe Lahr wurde alles genommen. Nur der Glaube an unsere herrlichen Ideale konnte man uns nicht nehmen und die Hoffnung, dass auch die Naturfreunde wiederkommen werden, hielt in dieser Zeit unsere Freunde zusammen.

Nach dem Zusammenbruch der Gewaltherrschaft fanden sich auch die Lahrer Naturfreunde wieder zusammen, um die Ortsgruppe neu zu gründen. Vieles war zu tun. Bald hatten wir unser Haus auf dem Gaisberg – wenn auch ausgeraubt – wieder zurück. Man begann von vorne mit Mauern, Zimmern, Malen und Einrichten, damit unseren Freunden wieder eine Rast- und Heimstätte geboten werden konnte. Neue Mitglieder wurden geworben. Dem Nachwuchs unserer sehr aktiven Jugendgruppe sicherte eine Kindergruppe, die 1949 gegründet wurde. Die Pflege des Jungendwanderns ist eine der Hauptaufgaben der Naturfreunde. Das unverfälschte Buch der heimatlichen Natur, besonders der Jugend zugänglich zu machen, ist für uns nicht nur Aufgabe, sondern Verpflichtung.

Man konnte sich jetzt wieder mehr den anderen Aufgaben widmen. Eine Motorwandergruppe wurde gegründet und alle anderen Gebiete unserer Arbeit aktiviert.

Im  Rahmen der Städte-Partnerschaft Lahr-Dole suchte man auch Kontakt zu Naturfreunden aus Dole. Im Jahr 1981 erging die erste Einladung der Doler Freunde zu einem Pfingst-Camp. Nun folgten jährliche Freundschaftsbesuche. Höhepunkt war 1984 die Mitwirkung mit Volkstänzen aus dem französischen Jura bei unserer 70 Jahr-Feier.

Am 24.Mai 1986 kamen die Freunde aus Dole wieder. Sie wurden am Rheinübergang Kappel in Empfang genommen. Von  dort wurde eine Wanderung in den Taubergießen unternommen. Anschließend zeigte Klaus Lüttmann im Anglerheim in Kappel einen Diavortrag über den Taubergießen, so dass der Eindruck den man bei der Wanderung erhalten hatte, noch vertieft wurde. Am Sonntag, 25 Mai war beim Empfang auf dem Naturfreunde-Haus Gaisberg auch Oberbürgermeister Dietz anwesend.



 
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